Über uns

Wir bieten die besten Aussichten. Von oben auf die Stadt Heidelberg. Auf Erfolg in Studium und Beruf. Auf eine wunderschöne Studienzeit. Auf Freundschaften, die ein Leben lang nicht zerbrechen.

Wir erwarten einiges. Die Bereitschaft, Zeit aufzuwenden. Den Willen, nach vorne zu kommen. Den Willen von anderen zu lernen. Die Bereitschaft, Dinge ernst zu nehmen.

Studium, Nebenjob, Freundin, Hobbys – und überhaupt will man doch seine Zeit möglichst eigenständig gestalten. Bei der Überlegung, aktiv zu werden, fürchten viele vor Beginn des Studiums ihrer Zeit beraubt zu werden. Und hört! Die Sorge ist nicht unberechtigt. Verbindung kostet Zeit und zwar eine ganze Menge. Wir trainieren das Fechten (pauken) mehrfach wöchentlich und führen eine Reihe von Veranstaltungen über das Semester durch. Die Führung einer Charge (eines Amtes) erfordert einigen Aufwand für Organisation und Management. Auf Conventen treffen wir wesentliche Entscheidungen und bereiten diese vor. Darüber hinaus fallen in einem Aktivenbetrieb ständig zahlreiche Erledigungen an.

Anwesenheit und Engagement sind uns selbstverständlich. Doch investieren wir unsere Zeit ja nicht in nichts. Fast ohne es zu merken eignen wir uns dabei Fertigkeiten an, die für unser weiteres Leben von großer Bedeutung sind. Andere tun dies allein auf Seminaren und Schulungen, wir belassen es nicht dabei. Vor allem aber leben wir diesen Abschnitt unseres Studiums für eine Gemeinschaft, die rasch ans Herz wächst. - Aktivsein wird zur Leidenschaft.

„Nunquam retrorsus“ – niemals einen Schritt zurücksetzen, wo immer man in seinem Leben gerade steht. Dem Wahlspruch unserer lieben Rhenopalatia entsprechend nehmen wir eine bestimmte Haltung an, die dem Einzelnen in vielen Lebenssituationen weiterhilft. Schicksalsschläge und das ein oder andere persönliche Scheitern sind kein Grund sich hängen zu lassen. Wir verlernen es im Laufe der Zeit zu versagen.

Indem wir schwierige Probleme in unserem Verbindungsalltag gemeinsam lösen, gelangen wir zu einer Ausdauer, die uns nicht mehr verlässt.- Was wir anfangen, bringen wir zu Ende.

„Mehr Sein als Schein“ – aus den zwölf Jahrzehnten unseres Bestehens ist eine Philosophie hervorgegangen, die von einer Aktivengeneration an die nächste weitergegeben wird. Viele Menschen, viele Organisationen, viele schlagende und nicht - schlagende Verbindungen verkennen den Unterschied zwischen Reputation und Charakter. Wir nicht. Wir schauen nicht so sehr danach, was die anderen machen und was sie von uns denken. Nicht dass uns unser Ansehen und der jeweils andere egal wären, aber wir sind zunächst uns selbst wichtig. Selbstbewusstes Auftreten ist nicht möglich ohne das „Dahinter“. Niemand kann sich darauf ausruhen, einer großartigen und angesehenen Verbindung anzugehören – er muss selbst dafür sorgen, dass dies so bleibt.

„Leistung“ – dieses viel besungene Schlagwort ist nicht so zu verstehen, wie es uns von den Medien um die Ohren gehauen wird. Wir sehen „Leistung“ nicht allein unter ökonomischen Gesichtspunkten. Sondern wissenschaftliches Fordern und Fördern ist ein hohes Prinzip unserer Gemeinschaft. Wir suchen und unterstützen Individuen, die Ziele haben oder finden und diese erreichen wollen. Auf dem Weg zu sich selbst erhält man bei uns wertvolle Hinweise. Studium und Beruf haben bei uns absolute Priorität.

„Toleranz“ – durchaus findet man in Deutschland Verbindungen, die das ein oder andere Vorurteil über eine bestimmte politische Ausrichtung der Korporationen bestätigen. Wir stellen uns dem entgegen. Rassenhass, Chauvinismus, Antisemitismus und religiösen Fundamentalismus verabscheuen wir. Politische und konfessionelle Bindungen kennen wir nicht, aber wir lehnen jeden Extremismus entschieden ab. Wir achten die Würde des anderen und sind bereit voneinander zu lernen, mitunter von anderen Kulturen und anderen Denkmustern.

„Lebensbund“ – unser höchstes und wichtigstes Prinzip. Bekanntschaften, die im Studium zustande kommen, fallen oft irgendwann auseinander. Nicht so bei uns. Wir verlassen unsere Gemeinschaft weder aufgrund von Unstimmigkeiten noch weil wir in die Ferne ziehen. Immer wieder finden wir an den Ort unserer Studienjahre zurück. Das Prinzip manifestiert sich recht früh im Einsatz für die Verbindung, der auch Tapferkeit erfordert, nämlich der Mensur. Selbst der Tod ist nicht das Ende eines Bundesbruders. Denn er bleibt unserer Geschichte erhalten.

Das Haus der Turnerschaft Rhenopalatia ist ungelogen das Haus einer schlagenden Verbindung in der schönsten Lage. Eine unbezahlbare Aussicht auf das Neckartal macht das Hausen in der Scheffelstraße 16 paradiesisch.

Ein geeignetes Zimmer in Heidelberg zu finden ist für Studienanfänger nie so ganz einfach. Wir vermieten fünf Zimmer für wenig Geld. Bei uns wohnen Studenten preiswert und haben zugleich die beste Adresse.

Daneben stehen uns ein Gesellschaftszimmer, eine Bibliothek und ein großer Kneipsaal für gemeinschaftliche Aktivitäten zur Verfügung.

Der Bund hat mehrere Zeitungen und Zeitschriften abonniert, die für die Hausbewohner ausliegen. Selbstverständlich stehen auf dem Hause auch Telefon und Computer zur Verfügung. Wir nehmen auf dem Haus während der Vorlesungszeit ein gemeinsames Mittagessen, sowie drei Abendessen, das freilich ebenso günstig wie gut ist.

Der Student hat aber bei uns nicht nur materiellen Zugriff auf all das, was er braucht. Viel wichtiger ist die menschliche und persönliche Bereicherung, die er durch Eintritt in den Bund erfährt.

In Aktivitas und Altherrenschaft haben wir Leute aus nahezu allen Disziplinen, die in den meisten Fällen zumindest einen Studienabschnitt in Heidelberg absolviert haben und stets bereit sind jungen Studenten von ihren Erfahrungen zu berichten und Anregungen zur Gestaltung des Studiums zu liefern.

Langweilig wird es Aktiven unseres Bundes nie. Während man normalerweise erst einige Zeit braucht, sich am Studienort zurechtzufinden und Kontakte zu knüpfen; bei uns findet man sie sofort. Während Studenten nicht selten nicht so recht wissen, was sie mit ihrer freien Zeit anfangen sollen; bei uns finden sie ein ausgedehntes und attraktives Semesterprogramm. Und auch spontan kommt es immer wieder zu Aktionen, die den Alltag versüßen und einen Ausgleich zu den Anstrengungen im Studium schaffen.

Theater- und Konzertbesuche, Ausflüge und gemütliches Zusammensitzen, Besuche der anderen Verbindungen in Heidelberg unternehmen wir regelmäßig. Da sich die oft grundverschiedenen Interessen der einzelnen miteinander vermengen und nicht kollidieren, erreicht ein Student eine Erweiterung seines Horizonts und Bereicherung seiner Lebenswelt, wie sie außerhalb einer Verbindung nur schwer vorstellbar ist.

Freundschaften wachsen. Man gelangt zu ihnen nicht einfach so. Aber die Voraussetzungen für ihr Gedeihen und ihre Festigung sind bei uns so optimal wie nirgendwo sonst. Da man unserer Verbindung ein Leben lang angehört, ist es nahezu unmöglich, daß sich im Studium geschlossene Freundschaften, wie es sonst so oft der Fall ist, wieder verlaufen.